Quelle der Lebendigkeit

Wenn wir eine Sehnsucht in unseren Herzen tragen, machen wir uns auf den Weg. Oft meinen wir, das Ziel zu kennen, welches unsere Sehnsucht erfüllen wird. Dann folgt man diesem Ziel. Und manchmal ist dies ein großer Irrtum.

Unser Verstand bemerkt unsere Sehnsüchte. Er versucht unsere Gefühle zu deuten. Daraus macht er Ziele und Pläne.

Aber eine Sehnsucht und ein Ziel sind nicht dasselbe.

Oft folgt man diesen Plänen und wenn man das Ziel erreicht hat, stellt man fest, dass die Sehnsucht bleibt. Man fühlt sich noch immer nicht angekommen. Die Sehnsucht im Herzen treibt uns immer weiter, auf einem Weg ohne das wahre Ziel zu kennen. So entstehen Fragen.

Manche Erfahrungen sind so tiefgreifend und unbeschreiblich, dass der Verstand sie nicht erfassen kann. Manchmal offenbaren sich innere Welten und tiefes Wissen, jenseits unserer Vorstellungskraft.

Wissen kann nicht gelernt oder gelesen werden, Wissen kann nur erfahren werden.

Wir befinden uns in einem Kreislauf von Leben und Tod. Alles ist im Wandel begriffen, ohne den es kein Leben geben kann. Das Leben entsteht und vergeht in verschiedenen Ebenen des Seins. In jedem Augenblick. In der Hingabe an das, was uns trägt, zeigt sich unsere Bereitschaft, die darin enthaltenen Geschenke zu erfahren.

»Die Wirklichkeit liegt jenseits des Verstandes. Solange der Verstand aktiv ist, herrscht Dualität. Wenn er transzendiert wird, strahlt die Wirklichkeit hervor. Suche das Wirkliche, das Selbst.«

Ramana Maharshi